Künstlerische Fotographie

» Gepostet von Paparazzi am Mai 2, 2011 in Fotographie | Keine Kommentare

In der Fotografie hat es seit der Erfindung des ersten Fotoapparates immens viele Entwicklungen gegeben und Fotos sind mittlerweile viel mehr als bloße Darstellung irgendwelcher Situationen oder Menschen. Fotos stellen Situationen und Gegebenheiten dar, sind Momentaufnahmen, Beweismittel und Erinnerungen zugleich. Fotos sind aber auch Kunst und die Darstellung von Dingen oder Menschen aus einer künstlerischen Perspektive.

Kunst im Bild

Nicht nur gemalte Bilder können Emotion und Wertung beinhalten, fast noch mehr können dies Bilder aus der Künstlerischen Fotographie, die mit Situationen, Licht, Schatten und Farben spielen. Künstlerische Fotographie schafft den Sprung zwischen dem fiktiven gemalten Bild, das ganz der Vorstellung und Fantasie des Malers entsprungen sein kann und der Darstellung einer tatsächlichen Gegebenheit in künstlerisch betrachtender Weise.

Allgemeine Fotokunst

In der künstlerischen Fotografie ist das Foto als Medium das Ausdrucksmittel. Im Allgemeinen wird bei der künstlerischen Fotografie das Foto als das alleinige „Werk“ verstanden. Allerdings gibt es auch Bilder, die in Form von Collagen und Fotomontagen als Gesamtheit wirken, hunderte- oder gar tausende einzelner Bilder ergeben das Ganze. In die Künstlerische Fotographie gehören die Stilrichtungen Aktfotografie, als die wohl bekannteste Art der Kunst in der Fotografie, die Portrait- Architektur- Mode- Mode und Naturfotografie, sowie auch die Werbefotografie, Dokumentarfotografie und im weitesten Sinne auch die experimentelle Fotografie. In diesen Unterteilungen gibt es dann weitere Kunststile, die in den einzelnen Richtungen zu finden sind. Auch die unterschiedlichsten Entwicklungsmethoden und Bearbeitungsmethoden des fertigen Bildes reichen in die künstlerische Fotographie hinein.

Erste Kunst in der Fotografie

Die Anfänge, die die künstlerische Fotographie prägten, reichen bis in die Zeit des späten Biedermeier zurück. Damals wurde versucht, die Kunst als Bild darzustellen, nicht umgekehrt. Da jedoch nicht viele Menschen Kunst in der Fotografie verstanden und die Fotografie auch auf Grund ihres seltenen Vorkommens keinen großen Kreis ansprechen konnte, dauerte es ein weiteres Jahrhundert, bis die Kunst in der Fotografie einen neuen, wichtigeren Stellenwert bekam und auch viel mehr Menschen ansprechen konnte. Aus der Zeit des Biedermeier stammende und als erste Fotokunst verstandene Werke sind heute natürlich sehr selten und äußerst wertvoll.

Wer ist Fotokünstler?

In der künstlerischen Fotografie gibt es wie schon erwähnt, zahlreiche Darstellungsmöglichkeiten. So vielfältig, wie die Techniken und Foto Kunstrichtungen sind, so mannigfaltig sind auch die Menschen, die sie entstehen lassen. Wer ein gutes Auge für Motive hat, zudem technisch entsprechend mit hochwertigen Kameras ausgestattet sind und wer seine Werke entsprechend in Szene setzen kann, kann sich reinen Gewissens als Fotokünstler bezeichnen, ohne dies sogar einem breiten Publikum darlegen zu müssen. Millionen solcher Fotokunstwerke mögen sich in den Alben und auf den Datenträgern der Menschen befinden, die sie erschaffen haben, aber nur ein Bruchteil davon wird Anerkennung und Wertschätzung als Kunstwerk erfahren. Neue Techniken und Verfahrensweisen machen es im Übrigen so leicht, Fotokunst zu verfälschen, zu duplizieren und zu benutzen, ohne dass sich Eigentumsrechte am Bild klären lassen. Damit ist die Fotokunst leider ein sehr schwammiger Bereich, was die Entstehung und die Nutzung betrifft. Die Zahl der wirklich berühmten Fotokünstler lässt sich an wenigen Fingern abzählen – jedoch wird es Millionen von ihnen geben.

Foto: George Mayer – Fotolia.com

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